3. Wohngifte

Der Begriff Wohngift umschreibt die verschiedensten toxikologisch bedenklichen Stoffe welche, in der Atemluft oder der Einrichtung anhaftend, im Wohnbereich vorkommen.
Als Quelle der Emittierung kommen meist nicht nur die Wohngebäude selbst, sondern auch Einrichtungsgegenstände ebenso wie ein natürliches Vorkommen (Grundbelastung) der Stoffe in der Luft in Frage.
Für Innenraumschadstoffe gibt es bislang mit wenigen Ausnahmen keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Als Grenzwerte zur Beurteilung einer erhöhten Belastung (Grund für einen Sanierungsbedarf) legt man für die meisten Stoffe den MAK–Wert [(Maximale Arbeitsplatz-Konzentration), rechtlich bindender Richtwert für die zulässige Konzentration von gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz] 8 zugrunde. Allerdings ist aufgrund verschiedener Vorrausetzungen, z.B. Dauer der Exposition und physische Gesundheit des Exponenten, keine direkte Übertragung der Werte möglich.


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