3.2.1 Pentachlorphenol (PCP)

In den Holzschutzmitteln war PCP gegen den Pilzbefall, als so genanntes Fungizid eingesetzt. Bis 1977 enthielten etwa 93% der verwendeten Holzschutzmittel ca. 5 bis 6% PCP, danach war die Produktion von PCP stark rückläufig. Seit 1987 ist PCP verboten.
Bei der Produktion von PCP entstehen in geringen Mengen auch Dioxine und Furane, welche ebenfalls in geringsten Dosen toxisch wirken. An deren toxikologischem Potential ist das PCP–Verbot vor allem festgemacht.
PCP lagert sich über die Raumluft auch an anderen Materialien an, je größer die spezifische Oberfläche der jeweiligen Materialien ist, desto stärker ist in der Regel die Anreicherung. Der vom Bundesgesundheitsamt als Orientierungshilfe festgelegte MRK -Wert liegt seit 1991 bei 1 μg/m³ (1982: 60 μg/m³), als Grundbelastet stuft das Bremer Umweltamt Räume mit einem gemessenen Wert von 0,1 μg/m³ ein. Schon ab einem Wert von 0,25 – 0,5 μg/m³ werden umfangreiche Sofortmaßnahmen empfohlen.


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