3.2.6 Pyrethroide

Die neue Generation der Insektizide heißen Pyrethroide. Das ist ein Sammelbegriff für aus dem natürlichen Chrysanthemengift Pyrethrum nachgebauten Gifte.

Durch zahlreiche Veränderungen der chemischen Struktur sind sie dem natürlichen Vorbild inzwischen aber nur noch entfernt verwandt. Sie besitzen eine schnell einsetzende Kontakt- und Fraßwirkung gegen fast alle Insekten.
Obwohl Pyrethroide als stark wassergefährdend eingestuft sind liegen keine Einträge in die MRK- und MAK-Liste vor.
Durch den vielseitigen Einsatz und der dadurch vorhandenen Grundbelastung mit Pyrethroide kann heute eine Gefährdung nur aus dem Wohnbereich nicht nachgewiesen werden. Auch werden Pyrethroide im Körper recht schnell abgebaut, dazu ist es aufwändig und teuer, den Stoff im Organismus nachzuweisen. Die Auswirkungen auf den Menschen sind denen der Nervengifte, von Reizungen bis schweren Nervenschädigungen, ähnlich. Eine erschöpfende Regelung zum Umgang mit Pyrethroiden gibt es bis heute noch nicht.


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