4.5.2 Bewertung der Modernisierungsmaßnahmen

Anhand der Kurve in Abb. 4-34 wird deutlich, dass mit Steigerung der Maßnahmendie Effizienz sinkt.

Abb. 4-34 U-Wert in Abhängigkeit der Dämmstoffdicke
Abb. 4-34 U-Wert in Abhängigkeit der Dämmstoffdicke

Was ist nun die vernünftige Lösung für eine Modernisierung?
Das Gebäude weist vier Hauptbauteilgruppen auf, die für eine Verringerung der Transmissionswärmeverluste in Frage kommen, (siehe auch Abb. 4-31).

  • Außenwände
  • Dach
  • Fenster
  • Kellerdecke

Dass die Anforderungen der EnEV zu erreichen sind, wurde in Variante 03 gezeigt. Hier wurden die Bauteile modernisiert, welche die höchsten Transmissionswärmeverluste aufwiesen. In einer kurzen Darstellung wird überprüft, mit welchen Modernisierungsvariationen die Anforderungen der EnEV erreichbar sind.
Das jeweilige Bauteil wird nach den Mindestanforderungen der EnEV Anhang 3, Tabelle 1 verändert.

Einzelmaßnahmen

Einzelmaßnahmen

Es zeigt sich, dass in der Modernisierung der Außenwände und der Kellerdecke die größten Potenziale zur energetischen Verbesserung des Gebäudes liegen.
Sehr deutlich wird, dass alleine durch die Verbesserung des Wärmedurchgangskoeffizienten der Kellerdecke auf den in der EnEV geforderten Wert auch die Anforderung an Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erfüllt werden.

Kombinationen

Kombinationen

In einer Kombination von Maßnahmen werden die Anforderungen bei der Modernisierung von Außenwänden und Fenstern erfüllt.

Für das Konzept einer Modernisierung muss der Bestandsbau auf solche Möglichkeiten hin untersucht werden.
Wie hier deutlich wird, führt es zu keiner wesentlichen Verringerung des Energieverbrauchs, nur offensichtliche Schwachstellen zu beseitigen, oder sich mit großem Aufwand auf ein Bauteil zu konzentrieren.
Eine große Möglichkeit der effizienten rechnerischen Energieeinsparung ist der detaillierte Nachweis von Wärmebrücken, bzw. dem planerischen Entgegenwirken von Wärmebrücken. In Variante 01 ist aufgeführt, wie hier Unterschiede im Endergebnis von über 20 kWh/m²a errechnet werden. Wird die Bewilligung von Fördermitteln angestrebt, kann dies einen erheblichen Vorteil ausmachen.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise