3.3.2 Abtragung der Oberfläche

Eine etwas abgewandelte Methode der vollständigen Entfernung ist das Abtragen der Bauteiloberflächen. Hier geht man davon aus, dass die behandelten Hölzer, bedingt durch die Einbringmethoden der Mittel, nur in den oberen Schichten mit Holzschutzmitteln belastet sind. Messungen bestätigen, dass der Großteil der Substanzen in 1-5 mm Tiefe zu finden sind. Allerdings können noch in tieferen Schichten, > 1cm, diese Substanzen nachgewiesen werden. Unbeachtet bei solchen Vorschlägen zur Sanierung sind die anfallenden kontaminierten Stäube und Abfälle.
Gemäß den Grundsätzen der PCP-Richtlinie (6.1) hat eine Sanierung möglichst staubarm zu erfolgen. Verschleppungen der Stäube aus dem Arbeitsbereich sind zu vermeiden. Aber selbst bei der Benutzung staubarmer Geräte kann aufgrund der Größe der Arbeitsgeräte keine Bauteiloberfläche vollständig bearbeitet werden. Reste bleiben immer zurück.
Ebenso muss die Standsicherheit der Bauteile bei Anwendung dieser Methode gewährleistet werden. Ein üblicher Querschnitt von 90/90 mm mit A = 81 cm² beträgt nach allseitiger Abtragung der Oberfläche von einer Tiefe bis zu 1 cm nur noch A = 64 cm². Ein Verlust von immerhin 21%.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise