3.2.3 Ammoniak ­ Begasungs Methode

Bereits 1991 wurde in einem DiBt-Projekt in Zusammenarbeit mit dem WKI die Eignung von Ammoniak zur nachträglichen Minderung der Formaldehydabgabe untersucht. Hierbei wird der im Holzwerkstoff freie Formaldehyd durch eine chemische Reaktion mit Ammoniak zu "Hexamethylentetramin", eine bei Raumlufttemperatur unflüchtige Verbindung, umgesetzt. Es ist anzumerken, dass auch nach der Behandlung noch immer Formaldehyd aus dem Bauteil austritt, allerdings in erheblich geringerem Umfang. Bei der vollzogenen Ammoniakbegasung stellten sich Minderungen der Formaldehydabgabe von 70- 90% bezogen auf das anfängliche Emissionspotential ein.

Nachteilig erweist sich hierbei die wochenlange Unbewohnbarkeit des Gebäudes und die große Gefahr der Verfärbung empfindlicher Hölzer, wie Parkett oder Möbel. Während der Behandlungsdauer von ca. 7 Tagen, in der das Gebäude nicht zu betreten ist. Auch Wochen nach der Behandlung können Geruchsbelästigungen auftreten.

Der Ursprung der Ammoniak-Begasungsmethode liegt bei der Neutralisation von Chlor und Formaldehyd nach Desinfizierungsmaßnahmen. Beschrieben ist eine Desinfektion mit Formaldehyd und Ammoniak in der TRGS 522.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise