2.3.2 Anforderungen der EnEV

In der EnEV sind die Anforderungen enthalten, die zuvor in der Wärmeschutzverordnung und der Heizanlagenverordnung getrennt behandelt wurden.
Die bisherige Betrachtungsweise war allein auf den Heizenergiebedarf, bestimmt durch die Faktoren der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste, sowie der Wärmegewinne, ausgerichtet. In der EnEV ist nun zusätzlich der Energiebedarf für die Heizanlage berücksichtigt.
Die EnEV formuliert die einzuhaltenden Grenzwerte des Energiebedarfs und macht Vorgaben für das Nachweisverfahren. Das Regelwerk für den Nachweis ist in der DIN 4108 ­ 6 zu finden.
Gleichwohl werden neben den Anforderungen an den Primärenergiebedarf für Neubauten auch Anforderungen an Maßnahmen im Gebäudebestand gestellt. Zentraler Punkt für den Gebäudebestand ist hier die Verordnung zur Erneuerung von Heizkesseln, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden (siehe Abschnitt 2.3.2.3).
Weitere Anforderungen für Neubauten beziehen sich auf Wärmebrücken, die Luftdichtheit und die Erfüllung des Grunddämmwertes (Anforderungen an Außenbauteile).

Nachfolgend sind die Anforderungen der EnEV aufgeführt, die sich auf die Modernisierung im Bestand beziehen.
Auch hier greifen die Anforderungen erst ab einem gewissen Umfang der Modernisierungsmaßnahmen.

EnEV, Abschnitt 3 ­ Bestehende Gebäude und Anlagen
§ 8, Änderung von Gebäuden

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Dies gilt nicht für Änderungen, die

  1. bei Außenwänden, außenliegenden Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern weniger als 20 vom Hundert der Bauteilflächen gleicher Orientierung im Sinne von Anhang 1 Tabelle 2 Zeile 4 Spalte 3 oder
  2. bei anderen Außenbauteilen weniger als 20 vom Hundert der jeweiligen Bauteilfläche betreffen.

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1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise