2.4.3.3 Mineralfaserdämmstoffe

Alle Mineralfaser, die vor 1995 produziert wurde, steht generell in Verdacht krebserregend zu sein. Der ausschlaggebende Faktor ist hier die Struktur und Biobeständigkeit der Fasern, welche sich, inhalativ aufgenommen, nicht schnell genüg auflösen bevor Schädigungen auftreten.
Mineralfasern sind seit 1994 in der MAK-Liste als krebserregende Substanzen aufgenommen.
Die Belastung der Raumluft mit Mineralfasern hängt im Wesentlichen mit der Verarbeitung und Dichtheit der Bauteile zusammen. Sind die Fasern so eingebaut, dass kein Zugang zum Innenraum möglich ist, besteht keine unmittelbare Gefahr. Da bei den hier untersuchten Gebäuden eine vollkommene Abgrenzung zu den eingebauten Mineralfasern nicht gegeben ist, ist eine erhöhte Belastung mit Mineralfasern sehr wahrscheinlich.

Eine Gefährdung durch Formaldehydemission aus den eingesetzten Bindemitteln, zum Großteil Phenolharze, ist als untergeordnet anzusehen. [vgl. R. Marutzy u.a.: Formaldehydemission aus Mineralwolle-Dämmstoffen, 1993]

Orientierungswerte für künstliche Mineralfaser-Konzentration in der Raumluft von Aufenthaltsräumen
< 500 F/m³ nicht erhöht bis geringfügig erhöht
500 F/m³ mäßig erhöht
1.000 F/m³ deutlich erhöht
mehrere 1.000 F/m³ stark erhöht

1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise