1.3.1.2.2 Röhrenspanplatte

Eine Besonderheit bei den Holzwerkstoffen ist die Röhrenspanplatte, welche auf eine Entwicklung des Fertighausherstellers Otto Kreibaum(1902 ­ 1985), Pionier der deutschen Fertighaushersteller2 zurückgeht.

Abb. 1-5 Röhrenspanplatte von OKAL
Abb. 1-5 Röhrenspanplatte von OKAL

Diese Platte hat den Vorteil eines geringen Gewichts bei großen Abmessungen und einer besseren Wärmedämmeigenschaft, was sich zu Beginn des Holzfertigbaus als großer Gewinn erwies. Außerdem konnten die Hohlräume zur Verlegung der Installationen genutzt sowie mit weiteren Dämmmaterialien gefüllt werden.
Die Röhrenspanplatte wurde, mit Dämmstoff ausgefüllt, als Außenwandtafel benutzt, oder in geringeren Stärken als innere Beplankung oder komplette Innenwand. Um eine größer Dimensionsstabilität zu erreichen, wurde die Röhrenspanplatte beidseitig mit einer harten, vollflächig verleimten, Holzfaserplatte bekleidet.
Die heutige Bedeutung als Plattenwerkstoff beschränkt sich auf die Herstellung von Innentüren, die mit einem Furnier überzogen werden.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise